Allgemeine Informationen zum Maschineschreiben und zu dieser Seite
I. Maschineschreiben
1. Allgemein
Maschineschreiben oder auch Blindschreiben, ist eine Technik, die es ermöglicht, Texte schnell und präzise auf einem Computer zu erstellen. Das Erlernen des Maschineschreibens fördert nicht nur die Schreibgeschwindigkeit, sondern auch die Genauigkeit und die Fähigkeit, sich auf den Inhalt zu konzentrieren, ohne ständig auf die Tasten schauen zu müssen. Heutzutage, mit der Verbreitung von Computern und Textverarbeitungsprogrammen ist das blinde Schreiben eine wertvolle Fähigkeit, die in vielen Berufen von Nutzen ist.
Am verbreitetsten ist das 10-Fingersystem. Eine Methode des Schreibens, bei der alle zehn Finger verwendet werden, um auf einer Tastatur zu tippen. Ziel ist es, die Tasten ohne Blick auf die Tastatur zu finden, was die Schreibgeschwindigkeit und -effizienz erheblich steigert.
2. Spracherkennung
Das Maschineschreiben bleibt eine zuverlässige Methode zur Texterstellung in allen Umgebungen in denen die Spracherkennung nicht praktikabel oder nicht erwünscht ist. Z. B. in engen oder lauten Büros oder bei vertraulichem Inhalt. Auch kommt es durch Hintergrundgeräusche oder unklare Aussprache bei der Spracherkennung immer noch zu Fehlern. Ein mittels Spracherkennung erstellter Text muss meistens noch nachbearbeitet werden, um eine sorgfältige Formatierung zu gewährleisten und Korrekturen vorzunehmen. Auch kann das Maschineschreiben eine strukturierte Herangehensweise an das Verfassen von Texten fördern, da beim Sprechen oft Gedanken verloren gehen oder abgelenkt werden.
3. Tastaturlayout
Tastaturlayouts sind die Anordnung der Tasten auf einer Tastatur und können je nach Sprache, Region und Benutzerpräferenzen variieren. QWERTZ ist das in Deutschland und Österreich am weitesten verbreitet Layout. Es ist speziell auf die Bedürfnisse der deutschen Sprache abgestimmt und ermöglicht eine effizientere Eingabe von Umlauten und anderen spezifischen Zeichen. Ursprünglich wurde es für mechanische Schreibmaschinen entworfen und deshalb so gestaltet, dass häufig verwendete Buchstabenkombinationen weit auseinander platziert sind, um ein Verhaken der Schreibmaschinenteile zu vermeiden. Weiter Layouts sind z. B. QWERTY, welches im angelsächsischen Raum verbreitet ist, sowie NEO. Bei Letzterem handelt es sich um eine moderne ergonomische Tastaturbelegung, die für die deutsche Sprache optimiert ist.
4. Anschläge pro Minute
Die Geschwindigkeit in Anschlägen pro Minute (ApM) bezieht sich darauf, wie viele Tastenanschläge eine Person in einer Minute macht. Um diese Geschwindigkeit zu berechnen, kannst du die Anzahl der Anschläge, die du in einer bestimmten Zeit machst, durch die Anzahl der Minuten teilen. Wenn du zum Beispiel 300 Anschläge in 5 Minuten machst, wäre deine Geschwindigkeit 60 ApM. Im Schnitt erreichen blind tippende Personen ca. 250 ApM. Geübte Vielschreiber erreichen aber deutlich höhere Werte. Der Weltrekord liegt bei über 1000 ApM. Häufig hört man auch WpM. Das steht für Wörter pro Minute. Um von ApM zu WpM zu kommen musst du nur durch fünf teilen. 200 ApM sind 40 WpM.
II. Körperhaltung beim Arbeiten am Computer
Achte auf eine gute Körperhaltung beim Arbeiten am Computer um Verspannungen und Überanstrengung zu vermeiden.
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Sitze auf einem Stuhl, der eine gute Unterstützung für den unteren Rücken bietet. Alternativ kannst du dich auch auf die vordere Stuhlkante setzen, so dass dein unterer Rücken gerade ist.
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Halte deine Beine in einem 90-Grad-Winkel, sodass die Oberschenkel parallel zum Boden sind. Deine Füße sollten flach auf dem Boden stehen oder auf einer Fußstütze ruhen.
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Der Tisch sollte so hoch sein, dass deine Ellbogen in einem 90-Grad-Winkel oder leicht gestreckt sind, wenn du die Tastatur benutzt.
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Der Bildschirm sollte ungefähr auf Augenhöhe sein. Optimal ist ein Abstand von etwa 50-70 cm zwischen den Augen und dem Monitor.
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Ideal ist es die Handgelenke gerade zu halten, während du tippst. Eventuell kannst du eine Handballenauflage verwenden, um die Handgelenke zu entlasten.
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Halte deinen Kopf aufrecht und in einer neutralen Position. Vermeide es, dich nach vorne zu beugen oder den Kopf zu neigen.
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Wenn du viel Zeit am Computer verbringst, mache regelmäßig Pausen. Stehe auf, gehe umher und lockere deine Muskeln. So lassen sich Verspannungen vermeiden. Insbesondere solltest du die Hände immer mal wieder ausschütteln.
Eine gute Körperhaltung kann nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch
die Produktivität erhöhen.
III. Einhändiges Maschineschreiben
Der wohl häufigste Grund für das erlenen des einhändigen Tippens ist eine Verletzung oder Behinderung einer Hand oder eines Armes. Daneben gibt es noch einige Berufsgruppen, wo es hilfreich ist die zweite Hand für etwas anderes verwenden zu können.
Auch mit nur einer Hand kann eine erstaunliche Geschwindigkeit beim Blindschreiben erreicht werden. Allerdings erfordert es noch mehr Übung und Geduld und natürlich wird man mit einer Hand niemals so schnell werden wie es mit zwei möglich ist. Trotzdem gelten alle weiter oben genannten Vorteile des Blindschreibens auch für das Tippen mit nur 5 Fingern.
Es gibt spezielle Tastaturen, als auch speziell auf das einhändige Schreiben ausgelegte Tastaturlayouts. Möchte man dauerhaft und ständig mit nur einer Hand tippen, sollte man sich über die Verwendung Gedanken machen. Der Nachteil solcher Lösungen ist die mangelnde Flexibilität. Wenn du in der Lage bist auf einer Standard QWERTZ Tastatur blind zu tippen, kannst du dich quasi an jeden Rechner im deutschen Sprachraum setzten und drauf los schreiben.
IV. Tasten neu belegen
Moderne Tastaturlayouts lassen sich den eigenen Vorstellungen entsprechend anpassen. So ist es möglich, einzelne Tasten den eigenen Wünschen entsprechend zu belegen. Für einhändiges Tippen mit der linken Hand, kann z.B. die „Druck“ Taste als „Backspace“ Taste oder als „Shift“ Taste genutzt werden und vom Daumen bedient werden. Eine Anleitung zum Neubelegen von Tasten auf Windows-Systemen gibt es hier:
https://praxistipps.chip.de
http://www.winfaq.de
Der Code um die Alt-Gr-Taste auf die Druck-Taste und die Backspace-Taste auf die Alt-Gr-Taste zu legen lautet:
V. Allgemeines zum Üben
Ein paar Hinweise und Tipps zum Arbeiten mit diesem Übungsprogramm und dem Erlernen des Blindtippens im allgemeinen.
1. Die Übungsarten
- Intro: Kurze Einführung und Hinweise zu Beginn neu zu lernender Tasten.
- Lernen: Mehrmals mit dem Finger zwischen der Basistaste und der neuen Taste hin und her wechseln. Hierdurch wird ein erstes Gefühl für die notwendige Bewegung vermittelt.
- Folgen: Drei- oder vierstellige häufig vorkommende Buchstabenkombinationen.
- Wiederholen: Wörter oder Buchstabenfolgen mit bis zu vier Zeichen. Es sind häufig anzutreffende Buchstabenkombinationen oder kurze Wörter.
- Üben: Einzelne Wörter mit bis zu 6 Buchstaben. Überwiegend sind diese Übungen ca. 200 Zeichen lang.
- Wörter x/y: Häufig vorkommende Wörter mit bis zu 7 Buchstaben. Die Wörter enthalten jeweils mindestens einen der zu übenden Buchstaben. Die Übungen sind zunächst 200 Zeichen lang und werden mit fortschreitender Übung immer länger.
- Wörter Alle: Wörter mit bis zu 9 Buchstaben die alle bis hierhin gelernten Buchstaben und Zeichen enthalten können. Überwiegend sind diese Übungen ca. 240 Zeichen lang.
- Zitat: Ein Zitat welches einer bekannten Persönlichkeit zugeschrieben wird.
- Text: Texte zu unterschiedlichen Themen und mit verschiedenen Längen. Bei fortgeschrittenen Übungen steigert sich oft auch die Textlänge.
- Lernen (Großbuchstaben): Häufig vorkommende zweistellige Zeichenkombinationen.
2. Wörter, Texte und Zitate
Die Wörter und Buchstabenkombinationen sind aus dem Grundwortschatz 500 und einer Liste mit 10.000 häufig im Deutschen vorkommenden Wörtern entnommen. Ergänzt wurden Wörter mit seltener vorkommenden Buchstaben wie z.B. x und y. Die Liste wurde vor einigen Jahren von der Uni-Leipzig veröffentlicht und zusätzliche Wörter wurden vor allem auf scrabbelhilfe.com gefunden. Weitere Informationen zum deutschen Wortschatz findest du unter:
uni-leipzig.de
scrabblehilfe.com
Bei den Texten handelt es sich teilweise um frei verfügbare Texte. Andere sind selbst geschrieben und viele sind von ChatGPT oder DeepSeek erstellt worden. Diese wurden manuell auf Urheberrechte überprüft.
Die Zitate stammen aus einer Vielzahl frei zugänglicher Quellen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Zitat von der angegebenen Persönlichkeit so nie ausgesprochen worden ist oder der Meinung des Zitierten in keiner Weise entspricht. Die Verwendung erfolgt aus rein unterhaltenden Gesichtspunkten und es wird keinerlei Gewährleistung übernommen. Solltet Ihr wissen, dass eines der Zitate falsch ist, lasst es mich bitte wissen. Zum Kontaktformular.
3. Die Bildschirmtastatur
Die Bildschirmtastatur unter dem zu schreibenden Text dient dem leichteren Einstieg in das Blindschreiben. Wenn du deinen Blick hierhin richtest wird es dir am Anfang leichter fallen die richtigen Tasten zu finden.
4. Präzision / Treffsicherheit
Gerade zu Beginn ist es wichtig präzise zu tippen und nicht um der Geschwindigkeit willen ungenau zu arbeiten. Dem Unterbewusstsein wird beigebracht, wo welche Taste zu finden ist, bzw. wie die Spreizbewegung der Finger ausgeführt werden muss. Dies erfordert vor allem Übung. Es dauert in der Regel auch deutlich länger einen einmal getippten Fehler zu korrigieren als ihn von vorneherein zu vermeiden.
5. Zeitlicher Lernaufwand
Die Zeit die zum Erlernen des einwandfreien Blindschreibens gebraucht wird, ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Vorkenntnissen, Übungshäufigkeit und individuellen Lernfähigkeiten. Im Allgemeinen benötigen die meisten Menschen einige Wochen bis mehrere Monate, um ein gutes Maß an Beherrschung zu erreichen. Es ist wichtig, geduldig zu sein und kontinuierlich zu üben, um Fortschritte zu erzielen. Es ist besser öfter kurz als seltener viel zu üben. Hilfreich ist es feste Übungszeiten einzuplanen. Z.B. Werktags jeweils mindestens 15 Minuten direkt vor oder nach der Arbeit/Schule. Und vor allem gilt es über mehrere Wochen „durchzuhalten“, denn der Aufwand lohnt sich.
6. Erfolgreiche Lektion
Um eine Lekion erfolgreich zu beenden müssen die jeweiligen Mindesanforderungen für Treffsicherheit und ApM erfüllt sein. Diese sind in der jeweiligen Überschrift des Abschnitts angegeben.
7. Wann zur nächsten Übung
Die einzelnen Lektionen bauen aufeinander auf, von daher sollten sie nacheinander gelernt werden. Allerdings wird es oft hilfreich sein zu vorherigen Lektionen zurückzugehen um das Gelernte zu vertiefen und die Fingerbewegungen weiter einzuüben.
Auch wenn du formal die Lektion erfolgreich abgeschlossen hast, wird es oft nicht reichen eine Übung nur einmal zu machen. Desto weiter die Spreizbewegung ist, desto länger wird es dauern bis der Ablauf sicher beherrscht wird.
Letztendlich musst du selbst entscheiden, wann es Zeit ist mit der nächsten Lektion zu beginnen und wann es sinnvoll ist eine ältere Übung nochmal zu machen.
8. Im Alltag
Wenn du erstmal alle Buchstaben beherrscht, solltest du auch im Alltag versuchen konsequent das Blindschreiben zu praktizieren. Zuerst wird es vermutlich länger dauern als mit dem gewohnten 4-Finger Suchsystem, aber mit der zusätzlichen Übungszeit wird sich eine schnelle Verbesserung einstellen.
VI. Bewertungssystem
Im folgenden werden die Vergabe der Sprints, die Bestenliste und die Statistik erläutert.
1. Die Sprints
Gewonnene Sprints dienen als Punktesystem. Sie geben Auskunft wie erfolgreich eine Übung abgeschlossen wurde und können auch zum Vergleich mit anderen Übenden herangezogen werden. Die Sprintvergabe geschieht nach folgenden Regeln:
- Erfolgreiche Lektion: Für jede abgeschlossene Lektion, bei der mindestens die geforderten Sollwerte für ApM und Treffsicherheit erfüllt wurden gibt es vier Sprints.
- Übungszeit: An jedem Übungstag gibt es ab der zehnten Minute für eine erfolgreiche Lektion je zwei Sprints. Nach zwanzig Minuten sind es jeweils drei Sprints. Zusätzlich gibt es ab der fünfzehnten Minute zwei extra Sprints, wenn am Vortag auch mindestens fünfzehn Minuten geübt wurde. Ebenfalls zwei extra Sprints bekommt man, wenn in der vergangenen Woche an mindestens vier Tagen jeweils 15 Minuten geübt wurde.
- Reale Treffsicherheit: Die Sprintvergabe für die reale Treffsicherheit erfolgt gestaffelt. Bei mindestens 90% gibt es zwei Sprints. Für mindestens 93% und 96% gibt es jeweils einen Sprint mehr. Bei mindestens 98% gibt es sechs Sprints und bei 100% sieben.
- Korrigierte Treffsicherheit: Für die korrigierte Treffsicherheit gibt es einen Sprint für mindestens 95%. Zwei Sprints für mindestens 98% und drei Sprints für 100%
Es können maximal 21 Sprints in einer Übung geholt werden. Bestehen kann man mit 4 Sprints. Um eine möglichst hohe Sprintzahl zu erreichen kommt es vor allem auf die Treffsicherheit ergänzt durch täglichem Üben an.
2. Die Bestenliste
Für jeden Abschnitt gibt es eine separate Bestenliste. Diese kannst du dir anzeigen lassen, indem du mit der rechten Maustaste auf die jeweilige Überschrift klickst. Wenn du bei den Übungen des Abschnitts genügend Sprints gewonnen hast kannst du dich hier eintragen. Ein Doppelklick auf die Rangliste schließt die Anzeige wieder. Alternativ kann auch ESC gedrückt werden.
3. Die Statistik
Zusätzlich zur Statistik-Übersicht auf der Seite Lektionen kann für jede gemachte Übung eine Statistik angezeigt werden indem man einen Rechtsklick auf das entsprechende Lektionen-Icon macht. Hier werden auch Fehlerquoten für alle nicht richtig getroffenen Tasten angezeigt. Wurde die Übung mehr als einmal gemacht, kann man sich die Ergebnisse vorheriger Versuche mit einem Klick auf den Pfeil in der rechten oberen Ecke anzeigen lassen. Ein Doppelklick auf die Statistik schließt die Anzeige wieder. Alternativ kann auch ESC gedrückt werden.
IX. Ergebnisse speichern
Diese Seite benutzt den „localStorage“ des Browsers um ihre Übungsergebnisse und Seiten-Einstellungen zu speichern. Es handelt sich hier lediglich um nicht personenbezogene Daten. Die Speicherung dient ausschließlich der Funktionalität der Seite. Näheres zum „localStorage“ findest du hier:
LocalSorage
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X. Mehrere Nutzer
Wenn der Computer von mehreren Personen gleichzeitig benutzt wird um mit dieser Webseite zu lernen, empfehle ich die Verwendung von unterschiedlichen Browsern. Z.B. kann die erste Person Chrome und die zweite Firefox benutzen. Wird in unterschiedlichen Systemen gelernt, z.B. wenn die erste Person mit beiden Händen schreibt und die Zweite nur mit der linken Hand, so ist dies problemlos mit dem selben Browser möglich. Zu Übungsbeginn muss hierfür jedesmal zuerst auf der Startseite das jeweilige System ausgewählt werden.